DIE AUTOREN

Daniela Abade

Daniela Abade wurde am 29 Dezember 1971 in Santos, Brasilien geboren. Sie hat Santos verlassen, weil sie sich dort als Fremde fühlte. Sie zog nach Sao Paulo und fühlte sich auch dort als Ausländerin. Sie reiste um die Welt aber welch Überraschung! empfand sich wieder als Fremde. Sie lebte in New York und spürte dasselbe. Sie kam mit der Erkenntnis nach Sao Paulo zurück, dass sie überall Ausländerin sein würde. Ihr erster Roman, Nach dem Ende, die tragische Geschichte einer vor kurzem verstorbenen Person, wurde 2003 veröffentlicht. 2004 kam ihr zweiter von der Kritik gepriesener Roman, Chroniken heraus: die Geschichte von elf Menschen, die durch ihre jeweiligen Krankheits-Chroniken miteinander verbunden und verknüpft sind. Ihre anderen zwei Romane Tiefer und Auf andere Weise sind publikationsbereit, aber sie veröffentlicht zunächst das humorvolle Buch Das Große Buch der Ausreden, um unter so vielen fiktiven Werken ein wenig aufzuatmen. Daniela hatte bereits zwei erfolgreiche Internetprojekte: Mundo Perfeito , eine falsche Zeitung, die Nachrichten veränderte, um sie der perfekten Welt, die sie sich vorstellte, anzupassen und noch ein literarisches Spiel, Cadeia de Palavras.





Florencia Abbate

Florencia wurde am 24. Dezember 1976 geboren. Sie hat um die acht Bücher veröffentlicht (Gedichte, Sachbücher, Belletristik, ein bisschen von allem). Am einfachsten erhültlich sind ihre Romane El Grito (Der Schrei, Emecé 2004), und Magic Resort (Emecé-Grupo Planeta , 2007). Teile des Letzteren sind in englischer Übersetzung auf der Webseite magicresort.com.ar anzufinden.

Ihre Großeltern waren Italiener und Spanier. Sie hat einen Großteil ihres Lebens in Buenos Aires verbracht und hat an der Universität dieser Stadt Literatur studiert.

Sie war ein paar Monate in Kanada (vielleicht nicht wirklich in Kanada, sondern in einem kleinen, schönen Künstlerghetto in der Nähe von Vancouver). Außerdem war sie drei Mal in Berlin und blieb dort jeweils einige Monate, um an literarischen Projekten zu arbeiten. Sie hat, auf Grund eines Freundes, in London gelebt und reiste dann – Artikel über Politik schreibend - durch Latein Amerika (Mexiko, Kolumbien, El Salvador, Peru, Bolivien).





Claudia Chibici-Revneanu

Claudia Chibici-Revneanu wurde 1978 in Graz, Österreich geboren. Manchmal gibt sie sich dem Spiel hin, sich ein Photoalbum von ihrem Leben voll mit Bildern von Situationen aus unterschiedlichen und oft nicht zusammen passenden Welten vorzustellen. Sie sieht eine riesige sizilianische Familie bei der Feier eines 18. Geburtstags und sich selbst - Spaghetti verzehrend - in der Mitte. Eine indische Familie in einem Tempel in Postapartheid-Südafrika und sich selbst, wie sie vor einem Bild von Sai Baba kniet, halb betrunken von den Räucherstäbchen und der religiösen Hingabe der anderen. Eine Menge, die "God Save the Queen" bei einer englischen Sponsionszeremonie singt und sie, wie sie so tut, als würde sie mitsingen. Oder ein großes mexikanisches Fest und sie selbst wie sie - diesmal leidenschaftlich - mit den gebuchten Mariachis mit trällert. Sie ist sich nicht sicher, wo sie hingehört. Aber sie passt besser in diese Bilder als die einer Gruppe von Österreichern, die im Walzerschritt durch die Landschaft tanzen.

Was das Schreiben betrifft, so hat sie verschiedene Kurzgeschichten und Gedichte in Österreichischen Anthologien veröffentlicht, gerade ihren ersten Roman (der in London spielt) beendet und mit ihrem zweiten Roman (der sich in Zentral und Südmexiko abspielt) begonnen.





Max Mauro

Max Mauro ist ein echter Fremder. Er wurde 1967 in der Schweiz geboren. Als Sohn italienischer Einwanderer wurde er mit drei Jahren nach Italien gebracht. Zurück im Friaul , der Heimat seiner Eltern, lebten sie in drei verschiedenen Häusern und zwei Dörfern, bevor sie den richtigen Ort für die Familie fanden aber dann war es bereits an der Zeit für ihn, an die Universität zu gehen und er kehrte niemals in das Dorf zurück. Seitdem hat er in Padua gelebt, in Aberystwyth (Wales), Berlin, Caracas und schließlich in Udine. In den nächsten drei Monaten wird er wieder in Berlin sein, um Nachforschungen zum Thema Immigration zu erstellen.

Seinem Interesse an Migration zu Folge, publizierte er 2005 eine Lebensgeschichtensammlung von Menschen, die Italien verlassen haben und solchen, die es zu ihrer Wahlheimat gemacht haben, La mia casa è dove sono felice (Zuhause bin ich glücklich), welches einen Nationalpreis gewonnen hat. Sein letztes Buch ist eine Reportage über eine einsame Radtour durch Patagonien, Patagonia controvento, wofür er 2006 ebenfalls einen literarischen Nationalpreis erhielt.

Er hat als Journalist für Radio und Presse gearbeitet und schreibt nun Beiträge für die Tageszeitung Il Manifesto und die Wochenzeitungen Diario und Carta.

Zusatzinformation: http://maxmauro.wordpress.com/





David McGuire

David McGuire wurde 1970 in Hamilton, Kanada, als Kind schottischer Eltern geboren. Er hat die letzten 9 Jahre seines Lebens in Irland und Spanien verbracht. Während seiner Zeit in Spanien hatte er den Eindruck, dass er sich versteckte, was noch viel schlimmer ist, als verloren zu sein. Deswegen ist er auch vor kurzem zu einem Leben gleich außerhalb von Dublin zurückgekehrt.

Er hat Kurzgeschichten in Prosa und Gedichtszeitschriften veröffentlicht. Seine Hauptinteressen gelten Menschen, die nicht in die Gesellschaft passen, in der sie leben - aus Schicksal oder eigener Wahl. In letzter Zeit hat er hauptsächlich als Lehrer und Übersetzer gearbeitet. Dublin stellt, nach mehreren Jahren Abwesenheit, eine Rückkehr in die literarische Szene dar, was ihm auch die Möglichkeit geben wird, neues Material vorzustellen.





Matt Rubinstein

Matt wurde 1974 in Sydney geboren, aber er zog zunächst kreuz und quer durch Australien, bevor er sich dort vor zehn Jahren wieder niederließ. Ein Großteil seiner Reisen brachten ihn außerdem nach Europa und Nordamerika, er war aber auch bereits mehrmals in Japan. Er schreibt, ernsthaft, ungefähr seit seinem 20.Lebensjahr und hat drei Romane veröffentlicht. Der erste, Solstice, ist ein Roman in Versen über Adelaide in Südaustralien, inspiriert von Vikram Seth's The Golden Gate und Pushkins Eugen Ogenin. Sein zweiter Roman, Nomad, handelt von ein paar Rucksackreisenden, die durch bedeutende Städte Europas ziehen. Beide sind vergriffen, aber sein neuestes Werk, A Little Rain on a Thursday kam gerade in Australien heraus und wird innerhalb der nächsten Monate auch in England und anderen europäischen Staaten erscheinen.

Zusatzinformation: http://mattrubinstein.com.au





Gonzalo Soltero

Gonzalo Soltero wurde 1973 in Mexiko City - mit dem Sternzeichen Widder - geboren. Er hat bis jetzt drei Bücher veröffentlicht: zwei Kurzgeschichtensammlungs Crónicas de neón y asfalto und Invasión, ein Kinderbuch Tocha und einen Roman Sus ojos son fuego, für den er einen Romanpreis des mexikanischen Staates erhielt. Letzterer wird bald in zweiter Auflage von dem Verlag Fonde de Cultura Económica herausgebracht.

Im Moment schreibr er gerade an seinem zweiten Roman mit einem Stipendium des mexikanischen Kulturamts FONCA.

Obwohl er ein echter Chilango (ein Einwohner Mexiko Citys) ist, hat er auch vier Jahre in England gelebt und viel Reiseerfahrung in Europa und Lateinamerika, mit kurzen Ausflügen nach Asien.

Als echter Fremder bearbeitet er gerade seine akute Flughafenphobie, ausgelöst von dem Experiment, zwischen Mexiko, Österreich und England zu pendeln.

Zusatzinformation: http://cerradura.blogspot.com